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          "Eigene" Schriften benützen

          Wie man Schriften auf den Screen bekommt und was es dabei zu wissen gilt.

          14.03.2016

          Die seit 2007 mitgelieferten Windows-Standardschriften sind auf allen PC-Rechnern vorhanden: Segoe, Calibri, Calisto, Cambria, Candara, Consolas, Constantia, Corbel. So lassen sich Dokumente aus Word, PowerPoint oder Excel länderübergreifend austauschen, ohne dass es zu einer ungewollten Veränderung kommt. Was tun, wenn man weitere Schriften nützen möchte?

          Eigene Schriften benützen

          Vor Windows Vista beglückte Microsoft die Welt mit älteren Schriften wie Times, Arial, Verdana, Trebuchet, Tahoma, Impact, Comic Sans und anderen. Auch diese sind weltumspannend auf allen Rechnern vorhanden. Schriften werden über ein bestimmtes Datenformat in die Dokumente eingebunden. Früher hiess dieses Format TrueType (.ttf). Eine Schrift wird technisch mit Font bezeichnet.


          OpenType für alle Rechner

          Um einen Font auf dem Screen darzustellen, muss der Rechner auf diese Datei zugreifen können, die zum Beispiel «times.ttf» heissen kann. Früher waren die Fontformate von Apple und Microsoft nicht kompatibel, es gab PostScript-Type 1 und TrueType. Seit 1996 gibt es ein gemeinsames Fontformat namens OpenType (.otf). Schriften im OpenType-Format werden auf allen Rechnern gleich dargestellt und ausgedruckt. OpenType-Fonts gibt es sowohl mit der Endung .otf als auch mit .ttf. Die Unterschiede sind rein technischer Natur, ohne Bedeutung für die Anwender. 

          Aber Achtung: In einer Fontdatei mit der Endung .ttf kann sowohl die veraltete TrueType- als auch die moderne OpenType-Technologie stecken. OpenType-Fonts können heute über 65'000 Glyphen (Zeichen) enthalten, sodass die meisten Sprachen mit Ihren Akzenten und Sonderzeichen enthalten sein können. Mit der enthaltenen Hinting-Technologie wird die Zeichendarstellung auf dem Screen in jeder Grösse und Position optimiert, sie ist inzwischen messerscharf. Die technischen Automatismen die dahinterstehen, werden immer besser, sodass es sich eben lohnt, neuere Fonts einzusetzen. Natürlich helfen auch Bildschirme, die anstelle 100 ppi (Pixel pro Inch) über 300 ppi (Retina-Display) auflösen.


          Auch für Schriften benötigt es eine Lizenz

          Schriften sind keine Güter, die man erwirbt, sie müssen wie Software für den Gebrauch lizenziert werden. Es gibt Lizenzen für Einzelarbeitsplätze, Multiuser-Lizenzen, solche für Websites, ePub und Apps. Fonts, die mit dem Betriebssystem auf dem Rechner sind, sind lizenzfrei. Viele Fonts kann man gratis herunterladen und benützen: 1001freefonts.com, dafont.com, fontsquirrel.com, fontriver.com. Solche sind oft in der Zeichenvielfalt (fehlende Umlaute) eingeschränkt, oder es gibt davon nur eine einzige Variante. Hochwertige Schriften bestehen aus Hunderten von Glyphen, sie enthalten die Zeichen von Dutzenden Sprachen und werden in vielen Stärken und Breiten, geradestehend und kursiv, angeboten. Ein Weitergeben der Schriften ist (wie bei einer Software) mit Ausnahmen nicht gestattet.

          Die bekanntesten Anbieter sind:

          Bei solchen Vertrieben kann man ein grosses Sortiment von Schriften herunterladen und per Kreditkarte lizenzieren. In der Regel kostet ein einzelner Schriftschnitt etwa einmalige 50 €. Als Schriftschnitt wird eine einzelne Fontdatei bezeichnet, wie «Clan Regular». Wer mehr Schnitte benötigt, zum Beispiel Light, Regular, Bold, Heavy und alle vier noch kursiv, muss also mit etwa 400 Euro rechnen.


          Schriften füllen ganze Bibliotheken

          In digitalen Medien sind andere Fontformate üblich, die beispielsweise die Endung WOFF oder EOT tragen. Solche Fonts werden ebenfalls lizenziert, in die Website eingebunden und jährlich nach Pageviews mit dem Lizenzgeber abgerechnet. Es ist also möglich, Hausschriften auf der Website oder in Apps sichtbar zu machen. Adobe hat mit Typekit eine ganze Bibliothek von Fonts aufgelegt, die cloudbasiert in Adobe-Creative-Cloud-Produkten Photoshop, Illustrator, InDesign oder Muse eingebettet werden können. Auf Fotobuch- oder Websiteportalen wie Wordpress oder Jimdo werden Schriften zur Verfügung gestellt, eine allfällige Lizenz läuft hier über das Portal, sie tangiert die User nicht.


          Und wie gelangt die Schrift in den Computer?

          Die Fontdateien werden unter Windows in den Ordner Schriftarten gelegt, der wie folgt erreicht werden kann:
          Start > Einstellungen > Systemsteuerung > Alle Systemsteuerungselemente > Schriftarten. 

          Bei Apple lautet der Pfad:
          System > Library > Fonts.
          Die Schriften, die dort liegen, werden in allen Programmen angezeigt und können genutzt werden.



          #schriften #publishing #digitaldesign


          Autor

          Ralf TurtschiRalf Turtschi
          agenturtschi.ch







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