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          Sprache als Erfolgsfaktor

          Sprachkurse zum Nutzen des Unternehmens

          17.04.2016

          Tipps: Optimale Vorbereitung eines Sprachkurses

          Mit den richtigen Vorbereitungen tragen Sie viel zum Lernerfolg bei. Mit der Klärung der Bedürfnisse und Zielsetzungen schaffen Sie die Grundlage, um das passende Kursformat auszuwählen, die relevanten Kursinhalte zu bestimmen und die geeignete Kursleitung zu finden. 

          Für einen erfolgreichen Firmen-Sprachkurs sind eine gründliche Abklärung der Lernziele und eine sorgfältige Planung im Vorfeld unerlässlich. Nebst der Bereitstellung der zeitlichen und finanziellen Ressourcen ist es wichtig, den Schulungsbedarf zu erheben und die Zielsetzungen zu klären, so dass Kursinhalte, Kursleitung und Kursformate den Bedürfnissen entsprechen. Hier eine Checkliste mit den wichtigsten Fragen für eine optimale Vorbereitung.

          Checkliste: 

          • Welche spezifischen Sprachkompetenzen befähigen die Mitarbeitenden, ihre Aufgaben besser auszuüben?
          • Welche Kompetenzen sollen die Mitarbeitenden erlangen?
          • Welche Lernziele sollen erreicht werden?
          • Welche Themen und Situationen sind berufsrelevant?
          • Welchen (Fach)-Wortschatz benötigen die Mitarbeitenden für ihre Arbeit?
          • Wie können interkulturelle Kompetenz und sozialer Austausch berücksichtigt werden?
          • Welche Lernbedürfnisse haben die Mitarbeitenden?
          • Wo sehen die Mitarbeitenden die grössten sprachlichen Herausforderungen und Hürden?
          • Welche zusätzlichen Ressourcen bringen die Mitarbeitenden ausserdem mit (Vorwissen, Talente etc.)? Welche Lernformen sind denkbar?

          Checkliste als PDF herunterladen



          Fachartikel: Mit Sprachkursen Mitarbeitende fördern

          Sprache als Erfolgsfaktor

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          Der Erwerb der Ortssprache ist für ausländische Arbeitnehmende eine Grundvoraussetzung, um sich im Privat- und Arbeitsalltag gut integrieren zu können. Im Unternehmen ist die Sprachkompetenz ein Schlüsselfaktor zur Verbesserung der Arbeitsabläufe, zur Erhöhung der Sicherheit und zur Steigerung einer gemeinsamen Identität. Sprache ist somit auch für den Unternehmenserfolg relevant.

          Die Unternehmenssprache ist ein wichtiger gemeinsamer Nenner der Mitarbeitenden und die Basis ihrer Kommunikation. Sie ist die Voraussetzung, um Rechte und Pflichten zu verstehen sowie Regeln und Umgangsformen des Unternehmens zu lernen. Das Beherrschen der Sprache beugt Missverständnissen vor und ermöglicht es, die im Unternehmensalltag ohnehin schon komplexen Zusammenhänge schneller zu erfassen. Mit dem Sprachvermögen wird die Sicherheit der Mitarbeitenden in jeder Handlung und jeder Situation des Arbeitsalltags erhöht.

          Dies gilt für alle Branchen. Ob die Mitarbeitenden am Krankenbett mit einem Patienten umgehen, mit Gästen im Restaurant in Kontakt stehen, die Sicherheitsbestimmungen auf der Baustelle befolgen, die Kleidervorschriften einhalten oder die Bedienung einer Maschine beherrschen, immer trägt die Sprache dazu bei, die Arbeiten besser auszuführen. Dazu benötigen die Mitarbeitenden einerseits ein sehr spezifisches auf die Branche ausgerichtetes Vokabular. Andererseits gibt es Handlungsbereiche, die branchenübergreifend sind: Dem Ablauf einer Sitzung folgen, einen Arbeitsbericht schreiben, die Formalitäten nach einem Unfall oder einer Krankheit abwickeln, ein Gespräch mit dem Vorgesetzten führen etc.

          Sprachlich geschulte Mitarbeitende sind für das Unternehmen ein Plus. Sie zeigen mehr Interesse für die Arbeit, weil sie die Aufträge besser verstehen. Sie denken aktiv mit, weil sie ihre Gedanken kommunizieren können und bringen selber Ideen oder Verbesserungsvorschläge ein. Konflikte sind einfacher zu lösen. Die Eigenverantwortung wird gestärkt und eine gemeinsame Sprache im Team fördert den Zusammenhalt.

          In Sprachkursen für Firmen erwerben die Teilnehmenden die Kompetenzen Sprechen, Hören, Lesen und Schreiben, so, wie es für ihren Job nötig ist. Sie lernen Wortschatz und typische Sprachstrukturen, um Gespräche zu führen (Kundenreklamationen, Nachfragen bei Arbeitsaufträgen etc.). Sie wissen, wie die Fachwörter in ihrem Betrieb heissen (Hammer, Meissel, Blutdruckmessgerät, Staubsauger etc.). Sie können relevante Dokumente verstehen und lesen. Sie lernen einfache Texte schreiben oder Briefe verfassen. Sie üben, aktiv zuzuhören und nachzufragen. Sie lernen auch, wie sie Hilfe anfordern, wenn sie allein nicht weiter kommen.

          Eine Herausforderung in diesen Sprachkursen liegt in der Heterogenität der Teilnehmenden. Häufig gibt es Unterschiede hinsichtlich dem Alter, der Landeszugehörigkeit, des Geschlechts, der Religion und vor allem des Bildungsniveaus der Teilnehmenden. Sie haben zwar alle ähnliche fachliche Kompetenzen und die gleichen Berufe, die sie ausüben, doch ist ihr Bildungshintergrund sehr verschieden. Einige sind je nach ihrer Herkunft bildungsfern und haben deshalb auch keine Lernstrategien entwickelt. Andere sind sehr gut ausgebildet und schulgewohnt. Sie lernen eine neue Sprache schneller. Je nach Niveau ist auch die Lernmotivation sehr unterschiedlich. Dies gilt es bereits in der Planung der Kurse zu berücksichtigen.

          Mit Online-Einstufungstests und mit Sprach-Assessments gibt es die Möglichkeit, das Sprachniveau der Mitarbeitenden im Voraus zu erfassen und somit eine entsprechende Einteilung und eine passende Vorbereitung der Kurse vorzunehmen. Wichtig ist, dass sich die Kurse an den internationalen Standards orientieren. Bei Sprachzertifikaten ist die Zusammenarbeit mit international anerkannten Sprachinstitution eine Voraussetzung.

          Die Zielsetzungen und sprachlichen Anforderungen sind nebst den zeitlichen und finanziellen Ressourcen entscheidend für die Wahl des Kursformats. Um das Sprachniveau um ein GER-Level (Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen für Sprachen) zu erhöhen, braucht es einen längeren Kurs mit achtzig bis hundertzwanzig Lektionen. Zum Beispiel in der Pflege, wird von den Mitarbeitenden oft eine offizielle Prüfung auf Niveau B1 verlangt. In anderen Situationen führt bereits ein kurzer Kurs zum Ziel wie zum Beispiel ein vier Lektionen umfassender Workshop, um das Firmenleitbild zu verstehen, indem die Fachsprache entschlüsselt und in einfache Formulierungen umgewandelt wird.

          Autorin: Barbara Jenni, eidgenössisch diplomierte Ausbildungsleiterin.
          Sie ist Projektleiterin AWA Deutschkurse (Deutsch im Arbeitsmarkt und Alphabetisierung) und Dozentin SVEB-Lehrgänge an der Klubschule Migros.


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